Celine Treudler beim Bördeschießen erfolgreich
HEMMOOR. Traditionell endet die Schützenfestsaison der Börde Lamstedt mit dem Bördewettschießen. Auf dem Schießstand in Heeßel lieferten sich die Vertreter der zwölf Vereine spannende Wettkämpfe. Sie schossen um Banner, Standarten, Pokale und Medaillen. Die Bördestandarte sicherten sich die Damen des SV Stinstedt mit 684 Ringen. Sie verwiesen den SV Dornsode (681) und den SV Bachenbruch (680) auf die nächsten Plätze. Die Lamstedter Damen belegten den 10. Platz. Die Einzelwertung entschied Matina Miesner aus dem siegreichen Team mit 100 Ringen für sich. Es folgten Barbara Arndt (SV Lamstedt) und Christina Stelling (SV Dornsode) mit jeweils 99 Ringen. Die jeweiligen vereinsbesten Schützinnen freuten sich über die Ehrennadel des Bördeschützenbundes. Auch hier erhielt Barbara Arndt die Nadel für die Mannschaftsbeste der Lamstedterinnen.
Die Schützen des SV Nordahn verteidigten erfolgreich das begehrte Bannerbanner. Das Septett lag mit 1045 Ringen deutlich vor dem SV Armstorf (1040) und dem SV Heeßel (1028). Die Herren aus Lamstedt belegten den 9. Platz. Die Nordahner kamen in der Anschlagart „Stehend aufgelegt“ mit 508 Ringen ebenfalls auf die höchste Ringzahl vor dem SV Armstorf (497) und dem SV Stinstedt (487). Auch hier belegten die Lamstedter den 9. Platz. Im „Sitzend aufgelegt“-Wettbewerb behaupteten sich die Gastgeber mit 545 Ringen vor dem SV Armstorf (5439 und dem SV Nindorf (541). Lamstedt landete hier auf Platz 8. Malte Schimmelpfennig (SV Heeßel) setzte sich mit 156 Ringen an die Spitze der Einzelwertung und verwies Günter Heinbockel (SV Nindorf) und Torsten Saul (SV Heeßel). Beide verzeichneten 155 Ringe. Mannschaftsbester der Lamstedter Schützen war Mathias Mau mit 149 Ringen.
Bei den Senioren kämpften zehn Mannschaften um den Bördepokal. Die Lamstedter Senioren sind leider mit keiner Mannschaft angetreten. Es siegte das Quartett des SV Armstorf mit 310 Ringen vor dem SV Abbenseth (307) und dem SV Nordahn (305). Das erfolgreiche Team stellte mit Brunhilde Tiedemann auch die tagesbeste Schützin. Sie erreichte 80 Ringe und lag vor Harald Jungclaus (SV Nordahn) und Wilma Hannebacher (SV Abbenseth). Beide schossen 79 Ringe. Weitere sieben Akteure erhielten die Vereinsbestennadel des Bördeschützenbundes. Im Rahmen der Siegerehrung wurden Gerhard Buck (SV Dornsode) und Ulrike Reyelt (SV Nordahn) zum Seniorenkaiserpaar proklamiert.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Nachwuchsschützen des SV Moorausmoor und des SV Stinstedt beim 71. Bördewettschießen in Heeßel. Beide Teams kamen auf 385 Ringe. Umso größer war die Freude bei den Moorausmoorer Akteuren. Das Quartett nahm mit strahlenden Gesichtern die Bördejugendstandarte in Empfang. Es gewann mit einem Teiler von 403,3 vor dem größten Konkurrenten mit 401,7. Dritter wurde der SV Hollen mit 382 Ringen. Die Schützenjugend aus Lamstedt belegte den 9. Platz. Auf jeweils 99 Ringe kamen drei Jugendliche. Schließlich lag Pia Hildebrandt (SV Abbenseth) vor Yanek Hörbe (SV Moorausmoor) und Romy Daudeij (SV Hollen). Mannschaftsbeste bei der Lamstedter Jugend war Celine Treudler mit 96 Ringen. Auch die amtierenden Jugendregenten kämpften um die Würde des Kaiserpaares. Über diesen Titel freuten sich Duncan Daudeij (SV Abbenseth) und Celine Treudler (SV Lamstedt).
Außerdem wetteiferten die amtierenden Majestäten des Bördeschützenbundes um die Würde des Kaiserpaares. Äußerst spannend verlief der Wettkampf der Königinnen. Drei Anwärterinnen kamen auf das Maximum von 50 Ringen, so dass der Teiler entscheiden musste. Schließlich ließ sich Beate Strunk (SV Bachenbruch/52,5) als Bördekaiserin feiern. Es folgte knapp dahinter Daniela Hörbe (SV Moorausmoor/52,2) vor Maike von Thaden (SV Stinstedt/51,9). Der noch recht junge Nordahner Regent Daniel Hebbe traf fünfmal ins Zentrum. Seine 50 Zähler blieben von der Konkurrenz unerreicht. Jeweils 49 Ringe verzeichneten Mike Daudeij (SV Abbenseth) und Stefan Tiedemann (SV Armstorf).
Zu den Höhepunkten der abschließenden Siegerehrung zählte die Verleihung der Ehrenplakette des Bördeschützenbundes an Hans-Hinrich Sticht. „Du hast den Schützenverein Heeßel seit deinem Eintritt in Jahre 1970 mit außergewöhnlichem Engagement, Verlässlichkeit und Herzblut geprägt“, so Bördeschützenmeister Günter Kaul. Der Geehrte fungierte im Vorstand von 1983 bis 1994 als Schrift- und Kassenwart sowie anschließend bis 2003 als stellvertretender Präsident. Seit rund einem Vierteljahrhundert kümmert er sich mit großem Zeitaufwand und viel Hingabe um die Vermietung der Schützenhalle. Auch erwies sich Hans-Hinrich Sticht als zielsicherer Schütze. 1995 und 2005 errang er die Königswürde. „Du warst immer einer prägender Pfeiler deines Vereins“, hob der Günter Kaul abschließend hervor.
Text/Fotos: Schiefelbein, Ergänzung der Lamstedter Ergebnisse: Thiel








